Annika Gassner, das berühmte It-Girl, wurde erst richtig bekannt, als sie sich 2014 mit Ralph Siegel, der damals über 40 Jahre älter war, auf dem Oktoberfest zeigte. Es war bereits damals offensichtlich, dass diese Frau Männer sucht, die ihr entweder einen bestimmten Status verleihen oder deren finanzielle Mittel es ihr ermöglichen würden, ihr Leben in Luxus zu führen. Sie sorgt immer wieder für Aufsehen, aber nicht wegen einer großartigen Karriere oder beruflicher Erfolge, sondern stets mit wohlhabenden und prominenten Männern an ihrer Seite.
Ein Blick auf ihre Liebesbiografie zeigt, dass es sich bei ihren Partnern ausnahmslos immer um genau denselben Typ Mann handelt: Hauptsache Geld, Macht und Ruhm. Neben der Ehe mit dem millionenschweren IT-Unternehmer I. Kespret zieht sich dieses Beziehungsmuster wie ein roter Faden durch ihr Leben. Vor ihrer Ehe zeigte sie sich medienwirksam mit dem bekannten Promi-Manager Peter Olsson, der erfolgreiche deutsche Top-Stars betreute. Davor schmückte sie sich auf den roten Teppichen mit dem etablierten Modedesigner Riccardo Serravalle. Ob Musik-Urgestein, IT-Unternehmer, Star-Manager oder Designer – der Name ist austauschbar, solange die finanzielle und gesellschaftliche Macht im Hintergrund stimmt.
Kapitel 01Das Muster der Beziehungen
Es scheint, dass die Ehe mit dem IT-Millionär, trotz gemeinsamer Tochter, für sie nicht die erhofften hohen Unterhaltszahlungen gebracht hat. Da ihre eigene berufliche Substanz fehlt und die Followerzahl auf Social Media wegen extrem niedriger Interaktionen kaum echten Marktwert besitzt, sucht sie sich immer wieder neue Herren-Sponsoren, die sie mit Geschenken und Luxusreisen überhäufen müssen.
Sofern die Zahlungen ausbleiben, nicht den Erwartungen entsprechen oder – was noch viel gefährlicher für sie ist – sobald die Männer ihr auf die Schliche kommen und ihr System durchschauen, werden die Beziehungen abrupt beendet. Es ist ein kalkulierter Schutzmechanismus: Bevor der Mann sie zur Rede stellen oder die Wahrheit öffentlich machen kann, zieht sie die Reißleine, damit sie am Ende bestimmt, welche Version der Geschichte in der Öffentlichkeit geglaubt wird. Seltsamerweise ist jedoch immer Annika am Ende das Opfer, und nicht die Männer, die um ihr Geld betrogen wurden.
Für Annika ist das Prinzip klar: Wer Zeit mit ihr verbringen möchte, muss dafür bezahlen. In ihren Interviews schildert sie es stets so, als würden die Männer sie mit Lovebombing überhäufen, wobei sie jedoch vergisst darauf hinzuweisen, dass diese Geschenke überhaupt erst der Schlüssel zu ihrer Beziehung sind. Sie versteht es meisterhaft, gescheiterte Beziehungen medienwirksam zu dramatisieren, indem sie ellenlange Interviews gibt – wie zum Beispiel mit der großen Aufschrift „Meine Horrorbeziehung mit dem Tinder-Schwindler 2.0“. Dort redet sie dann wie eine absolute Dramaqueen von tiefen Ängsten und großem Herzschmerz, obwohl es im Kern eigentlich nur darum ging, dass sie auf dem Handy des Typen angeblich Fremdgeh-Nachrichten entdeckt hat.
Die Männer müssen für dich bezahlen – du verkaufst dich für ein Leben in Luxus.
Annika Gassner
Kapitel 02Luxusreisen und abrupte Enden
Besonders verlogen wirkt diese mediale Opferrolle, wenn man sich das tatsächliche Timing anschaut: Diese angebliche „Horrorliebe“ lernte sie nämlich direkt im Anschluss an die Trennung von ihrem Ehemann kennen – und flog mit ihm quasi sofort nach Dubai. Von wegen, sie habe angeblich ein ganzes Jahr lang zäh um das Überleben ihrer Ehe gekämpft, wie sie der Presse gern weismachen wollte. Welche psychisch gesunde Frau stürzt sich bitteschön nur einen Monat nach einer angeblich so traurigen Scheidung Hals über Kopf in die nächste feste Beziehung und jettet in den Luxusurlaub? Es ist deshalb vielmehr davon auszugehen, dass es – genau wie bei ihren aktuellen Paradebeispielen – am Ende schlichtweg daran lag, dass entweder nicht mehr genug Geld floss oder der Partner schlichtweg gemerkt hat, worum es ihr wirklich geht.
Denn je nach Geldmenge lässt sie sich ja sogar auf Verlobungen nach nur 10 Tagen des Kennenlernens ein. Klar, wenn man dafür einen Diamantring und eine Kette von Tiffany geschenkt bekommt, spielt es keine Rolle, ob man den Mann kennt oder nicht. Die finanziellen Rahmenbedingungen müssen passen. Seltsam ist jedoch, dass Annika rein gar nichts über so ein bedeutendes Ereignis wie ihre Verlobung auf Instagram postet, obwohl sie normalerweise fast alles aus Ihrem Leben medienwirksam teilt. Aber man möchte wahrscheinlich ungern weitere potenzielle Herren mit viel Geld vergraulen.
Kurz nachdem sie eine vom Verlobten gesponserte Luxusreise nach London erhalten hat – inklusive Pflichtprogramm bei Louis Vuitton und einem Essen im Ritz, als wäre es das Normalste der Welt –, ist die Verlobung schon wieder Geschichte. Bei diesem London-Trip zeigte sich ihre Dreistigkeit übrigens besonders deutlich: Sie hat sich dort kackendreist einen teuren Bikini und Kosmetikartikel einfach aufs Hotelzimmer anrechnen lassen – natürlich ohne zu fragen auf die Kreditkarte des frisch Verlobten. Kaum war die Reise vorbei und der Luxus konsumiert, wurde die Verlobung gelöst.
Eine Woche später ist sie bereits mit einem anderen Mann auf der nächsten Luxusreise. Ob dort ebenfalls eine Verlobung im Spiel ist, bleibt Spekulation. Vermutlich handelt es sich bei ihr um die Sucht nach Statussymbolen: In Gassners Welt wird der eigene Wert fast ausschließlich durch Marken und Orte bestimmt. Ein gewöhnliches Café oder ein No-Name-Laden passen nicht zu dem Bild, das sie nach außen vermitteln muss. Dadurch scheint sie den Kontakt zur Realität völlig verloren zu haben. Das Gespür für den Wert der Dinge geht verloren, wenn man über Jahre hinweg in Kreisen verkehrt, in denen Geld angeblich keine Rolle spielt. Die Ansprüche und Forderungen werden immer dreister, da das Umfeld dieses Verhalten oft noch unterstützt.
Ich weiß nicht, ob das schon als moderne Prostitution durchgeht oder als edler Escort-Service bezeichnet werden kann. Im Endeffekt läuft es aufs Gleiche hinaus. Die Frau erwartet Luxus für die Zeit, die sie mit einem Mann verbringen soll, und das in erheblichem Maße. Um sich den Aufenthalt mit Gassner zu verdienen, müssen die Männer harte Mindeststandards erfüllen. Da beginnt es mit Luxusmode, hochwertigen Diamanten, Luxusreisen und Speisen in exquisiten Statusrestaurants – und selbstverständlich gehört das Einkaufen in Luxus-Boutiquen zum Standard-Ausgehprogramm dazu. Da wird das Geld des Partners dreist quasi aus dem Fenster geworfen, ohne den geringsten Anstand oder ein Gefühl von Gerechtigkeit.
Das traurige daran ist, dass sie dieses Verhalten zeigt, obwohl sie eine Tochter im heranwachsenden Alter hat. Das bedeutet, dass sie ihrer Tochter im Grunde genau beibringt: „Die Männer müssen für dich bezahlen – du verkaufst dich für ein Leben in Luxus.“